Unser Neujahrswunder: Die ersten Anzeichen der Geburt

Unsere Maus ist jetzt schon fast 5 Wochen alt! Auch wenn es schon millionenfach gesagt wurde: Die Zeit rast wirklich! Unsere Süße ist doch gerade erst geschlüpft, es ist doch erst ein paar Minuten her, dass ich am CTG hing … Nein, tatsächlich ist schon über ein Monat seit der Geburt vergangen. Höchste Zeit, dass ich euch einmal davon berichte. Heute soll es um die letzte Zeit vor der Geburt gehen, weil sie sich auch auf die Geburt selbst und die Zeit danach auswirken sollte. Dazu später mehr!

Gerade schläft die Kleine ganz ruhig im Tuch vor meinem Bauch, allerdings ist das letzte Stillen schon gefährlich lange her … Ich fang also schnell mal an.

Zeichen, die alles und nichts bedeuten

Ein paar Wochen vor der Geburt hatte ich immer wieder Rückenschmerzen, die ich auf keinen der üblichen Gründe zurückführen konnte, also beispielsweise auf langes Stehen. Bei diesen Schmerzen fing ich an, hin und her zu überlegen, ob das jetzt Übungswehen sein könnten. Jetzt, im Nachhinein, kann ich das auf jeden Fall bestätigen, weil sich auch die richtigen Geburtswehen anfangs so angefühlt haben.

Parallel dazu wurde immer mal mein Bauch hart, allerdings nie gleichzeitig mit den Schmerzen. Meistens wurde der Bauch hart, wenn ich aufstand oder eine Weile lief.

Es ging mir in dieser Zeit noch sehr gut.  Der erste Tag der ganzen Schwangerschaft, an dem ich mich wirklich ziemlich schlecht gefühlt habe, war dann der 17.12.2016, d. h. 38+1. Den ganzen Tag lang hatte ich immer wieder Rückenschmerzen, aber was viel schlimmer war, waren die starken Schmerzen an der Symphyse. Ich konnte kaum laufen! Aber dadurch verfiel ich endlich in den typischen Schwangeren-Watschel-Gang 😉 Nachdem ich abends ein warmes Bad genommen hatte, wurden diese Schmerzen zum Glück deutlich besser und die nächsten Tage war der Spuk schon wieder vorbei. Ich denke mal, dass zu diesem Zeitpunkt die Kleine ins Becken gerutscht ist. Denn ich ging zu der Zeit zur geburtsvorbereitenden Akupunktur, bei der die Hebamme vorab immer nach der Lage der Kleinen schaute. Ein paar Tage vor den starken Schmerzen hatte die Hebamme dabei noch  gesagt, dass die Maus mir sehr an den Rippen kleben würde. Bei der nächsten Untersuchung nach dem schmerzhaften Tag war sie dann laut Hebamme deutlich hinunter gerutscht.

Danach war erstmal alles ruhig, bis zum 22.12, d. h. 38+6. Da ging morgens dieser ominöse Schleimpfropf ab. Jetzt war ich vielleicht aufgeregt! Aber die obligatorische Google-Recherche holte mich wieder ein bisschen runter, denn letztendlich bedeutete das nur, dass es in den nächsten Tagen oder Wochen losgehen wird. Und das war zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft keine wirklich neue Information 😉  An diesem Tag wurde ich noch von der Frauenärztin untersucht, die ich fragte, ob das Köpfchen schon fest im Becken sei. Sie murmelte dazu allerdings nur etwas Zufriedenes.

Über Weihnachten tat sich dann nichts weiter. Ich hatte auch ein extremes Bedürfnis nach Ruhe. Zum allerersten Mal haben wir die Feiertage einfach zu zweit zu Hause verbracht.

Der Countdown zur Geburt: Die Kraft schwindet

Etwa ab dem 27.12., 39+4,  ging es mir dann schlechter. Ich hatte auch immer mal wieder ziemlich starke Rückenschmerzen. Vor allem aber schlauchte mich, dass ich nachts einfach nicht schlafen konnte. Es gab gar keinen konkreten Grund dafür, mir tat nichts weh, ich machte mir keine Sorgen … ich konnte nur einfach nicht schlafen. Dann kamen durch das tief liegende Köpfchen noch schlimm schmerzende Hämorrhoiden (#fürmehrRealitätundso) dazu. Ich hätte nie gedacht, dass diese Teile so dermaßen unangenehm sein können. Ich kann gar nicht beschreiben, was daran so schlimm war, aber es hat mir ganze Tage gründlich vermiest. Als sie dann endlich durch ständiges Cremen etwas besser wurden, klopfte eine fette Erkältung an die Tür. Mein Körper  natürlich so: „Herein mit Ihnen, immer herein, hier ist Platz für alle!“ Es ging dann also ein richtig schöner Husten los, der mir noch nachhaltige Probleme bringen würde … aber darum soll es dann ein andermal gehen.

Mittlerweile machte ich mir auch Gedanken wegen der anstehenden Geburt. Ich wollte so gerne fit dafür sein. Hatte mich die ganze Zeit geschont, viel geschlafen, … aber letztendlich war ich total unfit. Ich hoffte, die Maus würde sich noch ein bisschen verstecken, bis wenigstens der schlimmste Husten vorbei sein würde. Dem war nicht so.

Am 28.12., 39+5,  bildete ich mir morgen so ein seltsames ‚Rumsen‘ im Bauch ein: Da gingen natürlich die Alarmglocken los! War die Fruchtblase gerissen? Ich war mir unsicher, ob vielleicht etwas Flüssigkeit abging. Nachmittags testete ich dann mit Indikatorpapier und stellte keine Verfärbung fest. Nach Rücksprache mit der Hebamme gab es dann also insgesamt Entwarnung. Abends war mir leicht übel. Und die Verdauung fing auch an zu spinnen.

Am ET, dem 30.12. ging es zur CTG- und Ultraschallkontrolle ins Krankenhaus. Dort war noch nichts zu erkennen: „Still ruht der See“, nannte es die Ärztin 😉 Ab abends begannen dann leichte Blutungen. An Silvester, also 40+1, bemerkte ich dann ein immer stärkeres Rücken-/Unterleibsziehen über den Tag, das sich abends zu definierbaren, aber völlig harmlosen Wehen, entwickelte. Allerdings nahm ich diese noch nicht so richtig ernst, weil ich schon so lange immer mal wieder solche Wehen hatte. Im Nachhinein fällt mir jetzt auf, dass die schon ziemlich dauerhaft waren. Ich schmiss mehr zum Scherz eine Wehenzähler-App an. Dort konnte ich alle 3 / 4 / 5 Minuten eine Wehe eintragen – also eigentlich höchste Zeit fürs Krankenhaus, wie mir die App versicherte. Aber daran dachten wir noch überhaupt nicht, denn ich konnte diese Wehen noch völlig ignorieren und musste mich direkt konzentrieren, um sie aufzuschreiben. Ich nahm nach dem Silvester-Feuerwerk noch ein gemütliches Bad, auch um mal festzustellen, was die Wehen so dazu sagen. Sie gingen nicht weg, aber insgesamt fühlte ich mich wohler, sodass ich danach trotzdem ganz entspannt ins Bett ging. Wie sich herausstellen sollte, war das die Ruhe vor dem Sturm …

Mehr erzähl‘ ich euch beim nächsten Mal! 🙂

SSW 9 – 17: XXL-Update

Ohje, schon wieder so viel Zeit vergangen seit dem letzten Update! Zwischen Uni, Arbeiten, die Wohnung von meinen Großeltern ausräumen und Geburtstagsfeiereien ist das Bloggen einfach untergegangen. Aber jetzt soll es endlich mal wieder eine Zwischenmeldung geben. Diesmal als Zusammenfassung, denn für die Abhandlung der einzelnen Wochen sind das einfach zu viele 😅

Weiterlesen