Ein Auftauchen zwischen Windeln und Pastinaken: Unser erstes halbes Jahr mit Baby 

Hallo ihr Lieben, da bin ich mal wieder! Obwohl eigentlich erstmal der zweite Teil des Geburtsbericht ansteht, möchte ich hier mal einen kurzen Rückblick auf unser erstes halbes Jahr mit Baby einwerfen.

Unfassbar wie die Zeit rennt, nun ist unsere Maus schon 7 Monate alt! Im dieser Zeit hat sie sich so entwickelt, ist so viel gewachsen und hat so viel gelernt. Auch wenn unsere Tage durch Schlafmangel meinerseits manchmal ziemlich anstrengend sind, haben wir eine wunderbare Zaubermaus in unserer Mitte.

Sie ist die meiste Zeit gut gelaunt, zum Lachen und Lächeln aufgelegt und ziemlich verkuschelt. Sie kann mittlerweile sehr gut greifen, z. B. auch nach Tellern, die eigentlich auf dem Tisch, Breischalen, die in Mamas Hand, und Windeln, die an Babys Po bleiben sollen.

Das erste Mal gedreht, vom Bauch auf den Rücken, hat sie sich schon mit 18 Wochen. Gleich 4 Mal hintereinander! Allerdings blieb es dann eine ganze Weile dabei und sie machte keinerlei Anstalten, das zu wiederholen 😀 Mit 21 Wochen hat sie sich dann das erste Mal vom Rücken auf den Bauch gedreht – und dann wieder eine Pause eingelegt. Seit sie aber 24 Wochen alt ist, dreht sie sich jeden Tag ganz wunderbar auf den Bauch.

Der neuste Hit ist gerade der Vierpunktstand, also Popo hoch und auf die Knie. Mittlerweile schafft sie es, sich ein bisschen oben zu halten und freudig mit dem Po hin und her zu wackeln.

Und seit letzter Woche können wir auch das erste Zähnchen spüren! Es ist so viel los gerade bei ihr. Sie hatte lange immer mal wieder mit dem Einschießen der Zähnchen zu kämpfen. Sie mochte es dann, sich die Kauleisten massieren zu lassen und auf ihrem Rasselring oder auf Flaschen rumzukauen. Jetzt, wo die ersten beiden Zähne durchgebrochen sind, hat sie es auch mit Durchfall erwischt. 😦

A propos auf Flaschen rum kauen: Seit sie etwa 6 Wochen alt ist, üben wir mit ihr, abgepumpte Muttermilch aus der Flasche zu trinken. Das ist bisher noch nie gelungen. Milch kalt, Milch warm; Baby hungrig, Baby satt, Baby ein bisschen hungrig. Vormittag, mittags, nachmittags, abends; von der Stillmama oder von der anderen Mama angeboten; diese Flasche, jene Flasche – nix. Aber lustig findet sie es immerhin und kaut begeistert und mit viel Gebrabbel auf der Flasche rum.

Mit 18 Wochen hat unsere Maus ihren ersten Brei bekommen, weil sie so sehr nach unserem Essen gegeiert hat. Den isst sie mittlerweile mal mehr mal weniger, aber lange Zeit nicht so viel, dass sie davon satt geworden wäre. Vor kurzem hat sie das erste große Gläschen geschafft und wir konnten tatsächlich eine Stillmahlzeit auslassen.

Dazu haben wir das Trinken natürlich weiter geübt, mit Wasser diesmal. Das klappt mittlerweile immer mal ganz gut 🙂

Ein großes Thema bleibt noch: der liebe Schlaf. Kein gutes Thema bei uns. Ich weiß, dass andere es noch viel anstrengender haben, aber trotzdem krieche ich manchmal auf dem Zahnfleisch. Ich hab das Gefühl, sie hat keine Phasen, in denen sie schlecht schläft, sondern das ist der Normalzustand und es gibt Phasen, in denen sie gut schläft. Gerade haben wir zum Glück so eine 🙂 Sie wird 3, 4 mal wach, nuckelt an der Brust und schläft relativ bald wieder ein. Vorher wurde sie 7, 8 mal wach, blieb zwischendurch in einem unruhigen Dämmerzustand oder war 1 bis 2 Stunden komplett wach. Zwischen 5 und 6 Uhr morgens ist die Nacht meistens vorbei. Sie schläft aber normalerweise auch schon ab 19 Uhr.

Ich bekam davon schon Einschlafstörungen, weil ich nie so richtig sicher sein konnte, dass sie nicht nach 5 min wieder an die Brust will. Aber gerade geht es wieder.

Seit kurzem gehen wir zum Pekip und sind davon ganz begeistert, obwohl wir erst einen Termin hatten. Es tut so gut, sich mit den anderen Mamas auszutauschen und dem Baby dabei Action zu bieten. So langsam braucht sie das nämlich 😉

So, wer bis hierhin alles gelesen hat, dem danke ich ganz speziell für die Aufmerksamkeit 😀 Erzählt doch mal, was bei euch allen gerade so los ist!

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Unser Neujahrswunder: Die ersten Anzeichen der Geburt

Unsere Maus ist jetzt schon fast 5 Wochen alt! Auch wenn es schon millionenfach gesagt wurde: Die Zeit rast wirklich! Unsere Süße ist doch gerade erst geschlüpft, es ist doch erst ein paar Minuten her, dass ich am CTG hing … Nein, tatsächlich ist schon über ein Monat seit der Geburt vergangen. Höchste Zeit, dass ich euch einmal davon berichte. Heute soll es um die letzte Zeit vor der Geburt gehen, weil sie sich auch auf die Geburt selbst und die Zeit danach auswirken sollte. Dazu später mehr!

Gerade schläft die Kleine ganz ruhig im Tuch vor meinem Bauch, allerdings ist das letzte Stillen schon gefährlich lange her … Ich fang also schnell mal an.

Zeichen, die alles und nichts bedeuten

Ein paar Wochen vor der Geburt hatte ich immer wieder Rückenschmerzen, die ich auf keinen der üblichen Gründe zurückführen konnte, also beispielsweise auf langes Stehen. Bei diesen Schmerzen fing ich an, hin und her zu überlegen, ob das jetzt Übungswehen sein könnten. Jetzt, im Nachhinein, kann ich das auf jeden Fall bestätigen, weil sich auch die richtigen Geburtswehen anfangs so angefühlt haben.

Parallel dazu wurde immer mal mein Bauch hart, allerdings nie gleichzeitig mit den Schmerzen. Meistens wurde der Bauch hart, wenn ich aufstand oder eine Weile lief.

Es ging mir in dieser Zeit noch sehr gut.  Der erste Tag der ganzen Schwangerschaft, an dem ich mich wirklich ziemlich schlecht gefühlt habe, war dann der 17.12.2016, d. h. 38+1. Den ganzen Tag lang hatte ich immer wieder Rückenschmerzen, aber was viel schlimmer war, waren die starken Schmerzen an der Symphyse. Ich konnte kaum laufen! Aber dadurch verfiel ich endlich in den typischen Schwangeren-Watschel-Gang 😉 Nachdem ich abends ein warmes Bad genommen hatte, wurden diese Schmerzen zum Glück deutlich besser und die nächsten Tage war der Spuk schon wieder vorbei. Ich denke mal, dass zu diesem Zeitpunkt die Kleine ins Becken gerutscht ist. Denn ich ging zu der Zeit zur geburtsvorbereitenden Akupunktur, bei der die Hebamme vorab immer nach der Lage der Kleinen schaute. Ein paar Tage vor den starken Schmerzen hatte die Hebamme dabei noch  gesagt, dass die Maus mir sehr an den Rippen kleben würde. Bei der nächsten Untersuchung nach dem schmerzhaften Tag war sie dann laut Hebamme deutlich hinunter gerutscht.

Danach war erstmal alles ruhig, bis zum 22.12, d. h. 38+6. Da ging morgens dieser ominöse Schleimpfropf ab. Jetzt war ich vielleicht aufgeregt! Aber die obligatorische Google-Recherche holte mich wieder ein bisschen runter, denn letztendlich bedeutete das nur, dass es in den nächsten Tagen oder Wochen losgehen wird. Und das war zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft keine wirklich neue Information 😉  An diesem Tag wurde ich noch von der Frauenärztin untersucht, die ich fragte, ob das Köpfchen schon fest im Becken sei. Sie murmelte dazu allerdings nur etwas Zufriedenes.

Über Weihnachten tat sich dann nichts weiter. Ich hatte auch ein extremes Bedürfnis nach Ruhe. Zum allerersten Mal haben wir die Feiertage einfach zu zweit zu Hause verbracht.

Der Countdown zur Geburt: Die Kraft schwindet

Etwa ab dem 27.12., 39+4,  ging es mir dann schlechter. Ich hatte auch immer mal wieder ziemlich starke Rückenschmerzen. Vor allem aber schlauchte mich, dass ich nachts einfach nicht schlafen konnte. Es gab gar keinen konkreten Grund dafür, mir tat nichts weh, ich machte mir keine Sorgen … ich konnte nur einfach nicht schlafen. Dann kamen durch das tief liegende Köpfchen noch schlimm schmerzende Hämorrhoiden (#fürmehrRealitätundso) dazu. Ich hätte nie gedacht, dass diese Teile so dermaßen unangenehm sein können. Ich kann gar nicht beschreiben, was daran so schlimm war, aber es hat mir ganze Tage gründlich vermiest. Als sie dann endlich durch ständiges Cremen etwas besser wurden, klopfte eine fette Erkältung an die Tür. Mein Körper  natürlich so: „Herein mit Ihnen, immer herein, hier ist Platz für alle!“ Es ging dann also ein richtig schöner Husten los, der mir noch nachhaltige Probleme bringen würde … aber darum soll es dann ein andermal gehen.

Mittlerweile machte ich mir auch Gedanken wegen der anstehenden Geburt. Ich wollte so gerne fit dafür sein. Hatte mich die ganze Zeit geschont, viel geschlafen, … aber letztendlich war ich total unfit. Ich hoffte, die Maus würde sich noch ein bisschen verstecken, bis wenigstens der schlimmste Husten vorbei sein würde. Dem war nicht so.

Am 28.12., 39+5,  bildete ich mir morgen so ein seltsames ‚Rumsen‘ im Bauch ein: Da gingen natürlich die Alarmglocken los! War die Fruchtblase gerissen? Ich war mir unsicher, ob vielleicht etwas Flüssigkeit abging. Nachmittags testete ich dann mit Indikatorpapier und stellte keine Verfärbung fest. Nach Rücksprache mit der Hebamme gab es dann also insgesamt Entwarnung. Abends war mir leicht übel. Und die Verdauung fing auch an zu spinnen.

Am ET, dem 30.12. ging es zur CTG- und Ultraschallkontrolle ins Krankenhaus. Dort war noch nichts zu erkennen: „Still ruht der See“, nannte es die Ärztin 😉 Ab abends begannen dann leichte Blutungen. An Silvester, also 40+1, bemerkte ich dann ein immer stärkeres Rücken-/Unterleibsziehen über den Tag, das sich abends zu definierbaren, aber völlig harmlosen Wehen, entwickelte. Allerdings nahm ich diese noch nicht so richtig ernst, weil ich schon so lange immer mal wieder solche Wehen hatte. Im Nachhinein fällt mir jetzt auf, dass die schon ziemlich dauerhaft waren. Ich schmiss mehr zum Scherz eine Wehenzähler-App an. Dort konnte ich alle 3 / 4 / 5 Minuten eine Wehe eintragen – also eigentlich höchste Zeit fürs Krankenhaus, wie mir die App versicherte. Aber daran dachten wir noch überhaupt nicht, denn ich konnte diese Wehen noch völlig ignorieren und musste mich direkt konzentrieren, um sie aufzuschreiben. Ich nahm nach dem Silvester-Feuerwerk noch ein gemütliches Bad, auch um mal festzustellen, was die Wehen so dazu sagen. Sie gingen nicht weg, aber insgesamt fühlte ich mich wohler, sodass ich danach trotzdem ganz entspannt ins Bett ging. Wie sich herausstellen sollte, war das die Ruhe vor dem Sturm …

Mehr erzähl‘ ich euch beim nächsten Mal! 🙂